Heinrich-Böll-Gesamtschule Bornheim

Heinrich-Böll-Gesamtschule Bornheim

Die räumlichen Gegebenheiten der 5-zügigen Heinrich Böll-Gesamtschule am jetzigen Standort in der Ortsmitte von Bornheim lassen keinerlei Entwicklungsspielräume für den Ausbau zu. Schon jetzt sind die Kapazitäten des vorhandenen Schulgebäudes erschöpft, sodass bereits temporäre Behelfsbauten für Unterrichtszwecke errichtet werden mussten. Abhilfe soll im Ortsteil Merten ein 21.000 m² großer Neubau inklusive einer Dreifachturnhalle schaffen, der alle Anforderungen eines zeitgemäßen und leistungsfähigen Schulgebäudes erfüllt. Die Stadt Bornheim hat einen Standort am östlichen Ortsrand in der Nähe des Stadtbahnhaltepunkts ausgewählt, der Teil einer geplanten Ortserweiterung ist.

Leitgedanken des Konzeptes sind neben Nachhaltigkeit und Klimaschutz vor allem ein gut organisierter, funktionaler, auf den Bedarf des Nutzers abgestimmter und wirtschaftlicher Schulkomplex. Schulausschluss und der Rat der Stadt Bornheim haben sich einstimmig für die Vorplanungsvariante „Windrad“ mit einem angedachten energetischen Wärmeversorgungskonzept entschieden. Der Entwurfsgedanke beinhaltet, dass einzelne Nutzungen separate, sich in die Umgebung einfügende Baukörper bekommen, die über die zentrale Pausenhalle - eine kommunikative Mitte und Verteiler - auf kurzem Wege und mit guter Orientierung erschlossen werden.

Das Energiekonzept sowie die beabsichtigte Realisierung in Holz-Beton-Hybridbauweise sollen für eine vorbildliche CO2-Bilanz sorgen. Die neue „Klimaschule“ soll die Anforderungen an die Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) 40 erfüllen, d.h., der Primärenergiebedarf ist um 60 Prozent besser als das Referenzgebäude. Zusätzlich sollen ca. 70 Prozent der Energie aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Darüber hinaus werden die Baustoffe möglichst aus natürlichen oder recycelten und schadstoffarmen Materialien bestehen. Beton, Stahl und Holz sollen sinnhaft nach Möglichkeiten und Anforderungen eingesetzt werden, auch um eine Trennbarkeit am Ende des Lebenszyklus nach dem Cradle to Cradle Prinzip zu gewährleisten. Die Nutzung erneuerbarer Energiequellen beinhaltet eine Wärmeerzeugung u. a. über Brunnenwärmepumpen und großflächige PV-Anlagen auf den Dächern. Die Rückhaltung des Regenwassers soll über Gründächer und Wasserflächen auf dem Grundstück erfolgen.

Im Rahmen eines VgV-Verfahren hatte sich die assmann gruppe mit einem ersten Konzept für die Generalplanungsleistungen qualifiziert.

Auftraggeber
Stadt Bornheim

assmann gruppe
Generalplanung (Objektplanung für Gebäude, Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung, Baumanagement)

Architektur
assmann architekten

Bilder
assmann gruppe