Spatenstich für neuen Wohnraum des Studierendenwerks Münster
Spatenstich Studierendenwerk Münster

Bild (v.l.n.r.): Lisa Bücker (AStA), Leon Lederer (AStA), Andreas Heupel (Heupel GmbH), Dr. Christoph Holtwisch (Geschäftsführer StW Münster), Laurenz Schulz (AStA), Sebastian Schick (Verwaltungsratsvorsitzender StW Münster), Gundolf Ewers (Fachbereichsleitung Gebäudemanagement StW Münster), Ralf Uennigmann (assmann gruppe), Alexandra Wirtz (Leiterin Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung der Stadt Münster)

Bauherr Studierendenwerk Münster
assmann Generalplanung
Architektur Heupel GmbH
Bild assmann gruppe

Unter Anwesenheit von Ralf Uennigmann, geschäftsführender Gesellschafter der assmann gruppe, und dem Geschäftsführer der Heupel GmbH, Andreas Heupel, setzte das Studierendenwerk Münster den ersten Spatenstich für den Neubau einer Studierendenwohnanlage in Münster-Gievenbeck. Auf einem bislang wenig genutzten Parkplatz entstehen zwei neue Gebäuderiegel, die insgesamt 190 Studierenden Platz bieten werden. Die Fläche gehört bereits dem Studierendenwerk und wurde als potenzieller Standort für dringend benötigte zusätzliche Wohnplätze identifiziert. Geeignete und bezahlbare Grundstücke sind in Münster rar, weshalb das Studierendenwerk gezielt nachverdichtbare eigene Flächen geprüft hat.

Der Neubau entsteht vor dem Hintergrund einer anhaltenden Wohnungsnot in Münster. Studierende wie auch andere Wohnungssuchende sind gleichermaßen betroffen, weshalb zusätzlicher Wohnraum dringend benötigt wird. Die bestehenden Wohnanlagen des Studierendenwerks, derzeit 23 an der Zahl, bieten rund 5.300 Plätze und sind vollständig ausgelastet. Gleichzeitig stehen teilweise zu den Hochzeiten Anfang des Wintersemesters bis zu 5.600 weitere Studierende auf den Wartelisten – ein Zeichen dafür, wie angespannt die Lage auf dem Wohnungsmarkt inzwischen ist.

Geplant ist eine Wohnanlage mit zwei Baukörpern, die sechs beziehungsweise sieben Geschosse umfassen. Der größere Baukörper entsteht entlang der Straße Am Breilbusch und erhält zusätzlich ein Untergeschoss. Dort finden künftig 110 Bewohnerinnen und Bewohner ein Zuhause, im kleineren Gebäude weitere 80. Insgesamt entstehen 138 Einzel- und 26 Doppelzimmer, davon rund 70 Prozent möbliert. Jede Wohnung verfügt über eine eigene kleine Küche, und im Erdgeschoss beider Gebäude werden Gemeinschaftsflächen eingerichtet. Ergänzend können die Studierenden die bereits bestehenden Gemeinschaftsbereiche der benachbarten Wohnanlagen nutzen. Im Untergeschoss des größeren Hauses entstehen Fahrradstellplätze sowie Vorrüstungen für das Laden von E-Bikes. 

Architektonisch fügt sich der Neubau in die Umgebung ein: In Massivbauweise mit einer Verblendmauerwerksschale errichtet, prägen rote Klinkerfassaden, teilbegrünte Dächer und Photovoltaik das nachhaltige Erscheinungsbild. Zwischen den Gebäuden entsteht eine begrünte Aufenthaltsfläche.

Gefördert wird das Projekt über das Landesprogramm „Junges Wohnen“ NRW. Auftraggeber ist das Studierendenwerk Münster, die Generalplanung übernimmt die assmann gruppe, die Objektplanung die Heupel GmbH. Die Investitionskosten betragen rund 19 Millionen Euro brutto. Ein Einzug der ersten Studierenden ist für das Frühjahr 2028 vorgesehen.

Mit dem Neubau trägt das Studierendenwerk zur Entlastung des studentischen Wohnungsmarkts in Münster bei und schafft langfristig zusätzlichen, bezahlbaren Wohnraum.