Adolf-Clarenbach-Schule wächst: Zukunftsfähiger Erweiterungsbau nach Clusterprinzip
Visualisierung Adolf-Clarenbach-Schule
Bauherr NBI (Neusser Bau und Immobilienmanagement GmbH)
assmann Objektplanung
Architektur assmann architekten
Bild 3dpixel

Die Planungen sind abgeschlossen, nun geht es mit Hochdruck weiter. Der Zeitplan steht: An der Adolf-Clarenbach-Schule in Neuss beginnt im Oktober der Rückbau des Bestands und direkt im Anschluss der Bau eines Erweiterungsneubaus, die Fertigstellung ist für Anfang 2029 vorgesehen. Mit dem Projekt reagiert die Stadt gezielt auf den steigenden Bedarf an Grundschul- und OGS-Plätzen im Norden und setzt zugleich ein klares Zeichen für moderne Lernwelten.

Eine zentrale Rolle übernimmt dabei die assmann gruppe, die als verantwortlicher Objektplaner das Projekt maßgeblich gestaltet. Auf Basis einer differenzierten Bedarfsplanung und einer darauf aufbauenden Machbarkeitsstudie hat das assmann-Team aus Köln gemeinsam mit Schule, Nutzern und Gebäudemanagement ein tragfähiges Gesamtkonzept entwickelt, das Pädagogik und Architektur konsequent miteinander verzahnt.

„Unser Anspruch war es, Architektur als pädagogisches Werkzeug zu denken: eine flexible Clusterstruktur, die Orientierung bietet, Austausch fördert und den Schulalltag räumlich nachhaltig unterstützt“, so Dipl.-Ing. Architekt Martin Schulze vom Leistungsbereich „Objektplanung“.

Die bislang zweizügige Schule wächst auf vier Züge und schafft Platz für 232 zusätzliche Schülerinnen und Schüler. Herzstück des Entwurfs ist das Clusterprinzip: Statt klassischer Flurstrukturen entstehen flexible Lerneinheiten, die Unterricht, Betreuung und Austausch räumlich miteinander verbinden. Klassenräume, Differenzierungsbereiche, offene Lernzonen und Teamflächen bilden zusammenhängende pädagogische Einheiten.

Städtebaulich fügt sich der dreigeschossige Neubau sensibel in den Bestand ein: Er entsteht auf dem heutigen Schulhof parallel zum Bestandsgebäude und wird durch einen Verbindungsriegel, Pausenhalle mit WC-Anlage und dem darüber liegenden Verwaltungsbereich an den Bestand angebunden. Ein geschützter Innenhof entsteht, während der prägende Baum (Schullogo) in dieser Mitte in Szene gesetzt wird. Die Erschließung wird neu organisiert, mit einem nach Westen verlegten Haupteingang und ergänzten Feuerwehrzufahrten.

Im Erdgeschoss bündelt der Neubau zentrale Funktionen: Eine neue Mensa mit Küche versorgt die gesamte Schule und fungiert zugleich als kommunikatives Forum. Ergänzt wird dies durch Verwaltungsbereiche sowie Technik- und Nebenflächen. In den Obergeschossen entstehen jeweils zwei Cluster mit Unterrichts- und OGS-Räumen, multifunktionalen Flächen und Teamzonen. Die Erschließung wird dabei bewusst als Teil der Lernlandschaft gestaltet, ein Ansatz, der auch im Brandschutzkonzept konsequent umgesetzt wird.

Parallel wird im neuen Verbindungsriegel eine barrierefreie Erschließung aller Ebenen im Bestand durch den dort positionierten Aufzug gewährleistet.

Auch im Bereich Nachhaltigkeit wird das Projekt im Verhältnis zu den Kosten auf gute Beine gestellt. Der Neubau wird in Anlehnung an den Passivhausstandard (Dämmstärken) realisiert, eine Luft-Wärmepumpe sowie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und CO2 Steuerung gewährleisten einen energieeffizienten Betrieb im Einklang mit dem Klimaschutzkonzept der Stadt Neuss. Barrierefreiheit ist durchgängig durch ebenerdige Zugänge, Aufzug, rollstuhlgerechte Sanitäranlagen und entsprechende Stellplätze gewährleistet.