Mythos Bremer Brücke – Sanierung eines historischen Ortes der Fußballkultur

Bauherr VfL Osnabrück Stadion GmbH & Co. KG
Projektsteuerung assmann gruppe
Generalplanung ppp architekten + generalplaner GmbH
Bild ppp architekten + generalplaner GmbH
Die Bremer Brücke, seit 1933 Heimstätte des VfL Osnabrück und einer der prägendsten Fußballorte der Region, wird umfassend erneuert. Der Stadtrat hat dafür ein Bauvolumen von 67 Millionen Euro beschlossen. Die traditionsreiche Arena im Stadtteil Schinkel soll trotz Modernisierung ihre charakteristische, enge Atmosphäre behalten. Vorgesehen ist der Neubau von drei Tribünen nach den Anforderungen von DFB und DFL, während historische Elemente wie die Pylonen in der Planung aufgegriffen und nach aktuellem Stand auch die Flutlichtmasten erhalten bleiben.
Einer der Auslöser der Sanierung waren schwere Schäden an den Holzleimbindern über der Osttribüne, die vor eineinhalb Jahren entdeckt wurden und zur Sperrung des Bereichs führten. Die Errichtung einer neuen Dachkonstruktion im Osten ist ohne weitereichende Ersatzmaßnahmen und Eingriffe in den Bestand technisch nicht möglich und so werden auch die weiteren (Alt-)Tribünen im Westen und Süden im Zuge der Sanierung an aktuelle Sicherheits- und Brandschutzstandards sowie im Sinne funktionale Anforderungen angepasst.
Nach Abschluss der Arbeiten soll das Stadion ca. 17.300 Zuschauer aufnehmen. Ca. 7.300 Stehplätze finden auf der neuen Heimtribüne im Osten Platz, rund 1.500 Plätze entfallen künftig auf den VIP-Bereich im Süden, dessen Ausbau ein wesentlicher Baustein der Finanzierung ist. 34 Millionen Euro werden über Kredite abgedeckt, für die die Stadt bürgt. Der VfL muss diese Summe langfristig tilgen.
Die Stadt Osnabrück hat die Anteile an der Stadiongesellschaft zu 100 Prozent übernommen und ist künftig alleinige Eigentümerin des Stadions. Projektsteuerung und Koordination aller erforderlichen Schritte übernimmt die assmann gruppe. Ziel der Sanierung bleibt, den Fußballstandort Osnabrück langfristig zu sichern und zugleich die besondere Atmosphäre der Bremer Brücke zu bewahren.
Aktuell befindet sich das Projekt in der Entwurfsplanung. Weitere Schritte sind die Einreichung der Genehmigungsplanung sowie die Vergabe der weiteren Planungs- und Bauleistungen an einen Generalunternehmer.