Münster baut eines der modernsten Wasserwerke Europas
Münster baut eines der modernsten Wasserwerke in Europa

Bauherr Stadtnetze Münster
assmann Projektsteuerung Verwaltungsgebäude und Außenanlagen
Generalunternehmer MBN GmbH
Bild MBN GmbH | Jones-Art-Photographie

Münster stärkt seine Trinkwasserversorgung und entwickelt das Wasserwerk Hornheide zu einem der modernsten Standorte Europas. Die Stadtnetze Münster realisieren den Umbau auf Basis eines Gesamtflächenkonzepts, das sich in drei Teilprojekte gliedert: ein neues Technikgebäude zur Trinkwasseraufbereitung, ein Verwaltungsgebäude mit Besucherzentrum sowie umfassende Außenanlagen. Für diese Bereiche arbeiten spezialisierte Planungsteams zusammen. 

Seit 2022 entsteht auf dem Gelände ein moderner Standort, der technische Erneuerung mit neuen Betriebs- und Bildungsfunktionen verbindet. Mit dem Verwaltungsgebäude steht bereits ein erster zentraler Baustein zur Verfügung. 2025 folgte das Bildungszentrum „WasserWerkstatt“ in Hornheide, das Wissen rund um das Thema Trinkwasser vermittelt.Den technologischen Kern der Wasserwerksmodernisierung bildet die neue Aufbereitungsanlage, die 2026 in Betrieb geht und die Leistungsfähigkeit des Standorts maßgeblich erhöht.

Technologisch setzt das Wasserwerk Hornheide auf eine leistungsstarke Ultrafiltrationsanlage. Drei Blöcke mit jeweils 128 Membranmodulen reinigen das aus dem Dortmund-Ems-Kanal entnommene Oberflächenwasser in Kombination mit Flockungsmitteln und Pulveraktivkohle effizient vor. Nach der Vorfiltration versickert das Wasser rund 50 Tage durch Sand und Kiesschichten. Dieses Verfahren steigert die Produktionskapazität, verbessert den Grundwasserschutz und stellt eine tragende Säule zum jährlichen Trinkwasserbedarf der Stadt Münster von rund 18 Millionen Kubikmeter dar.  

Der Ausbau ist Teil des städtischen DIPOL-Konzepts, das die großen Wasserwerke Hornheide und Hohe Ward stärkt und kleinere Anlagen langfristig ersetzt. Ergänzend entstehen moderne Fach und Büroräume, Werkstätten, eine Fahrzeughalle sowie Bereiche für die Prozesssteuerung. Aufgrund der Lage in der Wasserschutzzone II gelten erhöhte Anforderungen an den Grundwasserschutz, die im gesamten Bauprozess konsequent berücksichtigt sind.

Die assmann gruppe war im Rahmen des Projekts für die Errichtung des Verwaltungsgebäudes einschließlich der zugehörigen Außenanlagen verantwortlich und übernahm zudem die Steuerung der relevanten Schnittstellen mit den anderen Planungsteams.