Herzogenrath stellt die Weichen für eine moderne Förderschule

Auftraggeber Stadt Herzogenrath
assmann gruppe Projektvorbereitung, Objektplanung, Technische Ausrüstung, Tragwerksplanung
Architektur assmann architekten
Bild assmann gruppe

Einstimmig hat der Bildungsausschuss der Stadt Herzogenrath den Weg für die Weiterentwicklung der Käthe-Kollwitz-Förderschule freigemacht. Am Standort Pestalozzistraße soll eine moderne Lernumgebung entstehen, die auf das pädagogische Konzept der Schule zugeschnitten ist und die seit Jahren angespannte Raumsituation am bisherigen Standort nachhaltig löst.

Die assmann gruppe verantwortet bei dem Schulprojekt die Projektvorbereitung, Objektplanung, die Technische Ausrüstung sowie die Tragwerksplanung. Gemeinsam mit der Stadt Herzogenrath, der Schulgemeinschaft und der Lernbauten GmbH als Partner der assmann gruppe, die insbesondere ihre Expertise in der Entwicklung zeitgemäßer Lern- und Raumkonzepte einbrachte, entstand ein ganzheitliches Konzept, das pädagogische Anforderungen, funktionale Abläufe und bauliche Qualität zu einer zukunftsfähigen Lernumgebung vereint.

Im Mittelpunkt steht ein zeitgemäßes Clusterkonzept. Anstelle einer klassischen Flurschule mit aneinandergereihten Klassenräumen entstehen überschaubare Lernbereiche, die Unterricht, individuelle Förderung und gemeinschaftliches Lernen miteinander verbinden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dabei nicht nur einen Klassenraum, sondern einen eigenen Lern- und Lebensbereich innerhalb der Schule. Das stärkt Orientierung, Zugehörigkeit und soziale Bindungen.

„Wir wollten keine Schule von gestern für die Anforderungen von morgen planen. Unser gemeinsames Ziel war von Beginn an, einen Lernort zu schaffen, der pädagogische Qualität, Inklusion und Identifikation miteinander verbindet. Die Clusterstruktur eröffnet dafür hervorragende Möglichkeiten“, erklärt Kolja Burggräf, Gesamtprojektleiter bei der assmann gruppe. 

Voraussetzung für die Umsetzung ist die Erweiterung der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule an ihrem Hauptstandort an der benachbarten Kircheichstraße. Die Entwicklung des Standorts Pestalozzistraße erfolgt in mehreren Schritten bei laufendem Schulbetrieb. Während der Bauphase ist dort zeitweise ein Parallelbetrieb von Gesamtschule und Förderschule vorgesehen. Zunächst wird ein Bestandsgebäude der Gesamtschule zurückgebaut, um Platz für den Neubau der Förderschule zu schaffen. Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus an der Kircheichstraße kann die Gesamtschule den Standort Pestalozzistraße vollständig aufgeben. Anschließend werden die verbleibenden Bestandsgebäude zurückgebaut und durch den Neubau der Sporthalle ersetzt. Gleichzeitig profitiert die Gesamtschule künftig davon, ihren Betrieb an einem Standort zu bündeln. Das vereinfacht Organisation, Kommunikation und Schulalltag erheblich.

Für die assmann gruppe ist die präzise Abstimmung aller Bau- und Umzugsschritte ein entscheidender Erfolgsfaktor. Der Erweiterungsbau der Gesamtschule bildet die Voraussetzung dafür, dass die Käthe-Kollwitz-Schule ohne aufwendige Interimslösungen an ihren neuen Standort wechseln kann.

„Das Projekt gelingt nur, wenn alle Bausteine zum richtigen Zeitpunkt zusammenkommen. Der Erweiterungsbau der Gesamtschule ist deshalb der Schlüssel für den nächsten Schritt der Förderschule. Unser Ziel ist es, den laufenden Schulbetrieb so reibungslos wie möglich aufrechtzuerhalten und Übergangslösungen auf das notwendige Maß zu begrenzen“, so Burggräf.
Bereits im Sommer 2026 haben vorbereitende Baugrunderkundungen begonnen. Hintergrund ist der historische Steinkohlebergbau im Bereich Kohlscheid. Die Untersuchungen schaffen die Grundlage für eine sichere und verlässliche Planung. Der Beschluss gibt dem Projekt die notwendige Planungssicherheit. Zugleich steht fest, dass der Standort Pestalozzistraße auch künftig ausschließlich für schulische Zwecke genutzt wird.

 „Hier entsteht nicht einfach ein neues Schulgebäude. Es entsteht ein Ort, der Lernen, Teilhabe und persönliche Entwicklung fördert. Für die Schülerinnen und Schüler eröffnen sich neue Möglichkeiten, für die Stadt eine langfristige Perspektive. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie moderne Schulentwicklung gelingen kann.“